Bundesamt für Naturschutz

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Natur-News des Monats

Winterschlaf beendet

© Naturelebniszentrum Nettersheim
zwei grüne Frösche auf dem Boden

Die ersten Amphibien erwachen aus ihrer Winterstarre und machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Zu den besonders frühen Wanderern zählen Molche wie Berg-, Teich-, Faden- und Kammmolch, aber auch Feuersalamander, Moor- und Grasfrosch, und die häufig anzutreffende Erdkröte. Die Tiere wandern in der Dunkelheit und kennen die Gefahren einer Straßenüberquerung nicht. Achten Sie bei nächtlichen Autofahrten auf die Hinweisschilder „Achtung! Krötenwanderung!“.

Blühender Hasel

Der Hasel ist unser erstes blühendes Laubgehölz im Jahr und gilt im phänologischen Kalender als Bote des Vorfrühlings. Er blüht lange bevor sich die Blätter entfalten: An Waldrändern, in Hecken und Gebüschsäumen hängen jetzt fast überall seine männlichen, gelben Kätzchen. Die weiblichen Blüten bleiben, bis auf die fädigen roten Narben, in den Knospen verborgen.

Schaurig schön

Im Februar sorgen die Waldkäuze für Nachwuchs – die Balz ist in vollem Gang. Das typische „hu-huu-hu-huu“ der männlichen Käuze ist in der Nacht in den Wäldern, Parks und Friedhöfen zu hören. Hat das Weibchen eine passende Baumhöhle oder eine Höhle in einem alten Gebäude gefunden und seine drei bis fünf Eier gelegt, werden die Rufe mit Brutbeginn im März wieder selten. Waldkäuze bleiben ihrem Revier über Jahre hinweg treu.

Reife Früchtchen

Die erbsengroßen, blauschwarzen Früchte des erst spät im Herbst blühenden Efeus sind jetzt reif. Für Vögel sind die spät gereiften Früchte eine willkommene Winternahrung. Zudem sorgen die Vögel für die Ausbreitung des Efeus. Die unverdaulichen Samen werden ausgeschieden und keimen zu neuen Pflanzen heran. Nach acht bis zehn Jahren blüht Efeu zum ersten Mal. Efeu wird über 400 Jahre alt, seine Stämme sind schon nach 25 Jahren armdick.

Leise Frühlingsgesänge

Wer genau hinhört, der vernimmt schon an den ersten sonnigen Februartagen ganz feine, leise Gesänge aus den Baumkronen in Dörfern und Städten. Amseln „trainieren“ schon für die nahende Brutsaison! Auch später fallen die schwarzen Vögel durch ihre ungewöhnliche Gesangszeiten auf; sie pfeifen sogar in der Nacht!

Frühlingsboten zurück

Nicht die Schwalben bringen den Frühling – ihre lange Heimreise aus dem tropischen Afrika erlaubt ihnen keine Ankunft vor Mitte März. Unsere eigentlichen Frühlingsboten sind Kurzstreckenzieher wie Kiebitz und Kranich, Star, Feldlerche, Sing- und Misteldrossel. Sie kehren schon jetzt aus ihren meist in Südeuropa liegenden Überwinterungsgebieten zurück und besetzen ihre Brutreviere.

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