Bundesamt für Naturschutz

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Laufen


© Thorsten Wiehle
drei Läufer joggen in der Natur

Quelle: Natursportinfo, Text: Katrin Staben, Martina Porzelt &
Schweizerischer Leichtathletik-Verband (SLV)

Die Geschichte des Laufens lässt sich bis in die Anfänge der Menschheitsgeschichte zurückverfolgen. Das Laufen als Freizeitsport zur Verbesserung der Fitness entstand allerdings erst im 20. Jahrhundert und mit der Zeit wurden noch weitere Disziplinen, wie z.B. der Orientierungslauf, entwickelt. Der Reiz des Laufens stellt für viele die einfache Form der Ausübung dar, ohne dass große Voraussetzungen mitgebracht werden müssen, weshalb sich der Laufsport auch einer weiten Verbreitung erfreut. Die Ansprüche an den Naturraum sind individuell unterschiedlich, einige legen großen Wert auf eine landschaftlich attraktive Strecke, andere stellen den Trainingseffekt in den Vordergrund und sehen die Strecke als eher nebensächlich an. Die Auswirkungen des Laufsports auf die Natur sind generell sehr gering. Belastungen tauchen hauptsächlich durch Fehlverhalten und gegebenenfalls bei Großveranstaltungen auf.

Der Laufsport beruht wie das Wandern auf der Fortbewegung zu Fuß. Laufen kann in der Freizeit oder als vereinsgebundener Leistungs- und Breitensport ausgeübt werden. Ähnlich wie beim Wandern überwinden einzelne Personen oder Gruppen längere Strecken. Die Laufart, wie z.B. die Geschwindigkeit sowie die Beschaffenheit (flach oder mit Steigungen) und die Länge der Strecke kann der Läufer je nach Leistungsgrad selbst bestimmen.

Ansprüche an den Naturraum

Das Erleben der Natur während des Laufens ist individuell unterschiedlich. Einige Läufer nehmen ihre Umgebung bewusst war und legen ihre Strecken durch besonders ansprechende Landschaftsabschnitte, andere Läufer konzentrieren sich mehr auf die Lauftechnik und Geschwindigkeit und versuchen einen bestmöglichen Trainingseffekt zu erzielen, für sie ist die Strecke eher Kulisse. Während der Jogger relativ ebenen Untergrund ohne große Hindernisse bevorzugt, suchen Cross- oder Orientierungsläufer eher Strecken mit abwechslungsreichem Untergrund.

Joggen

© Michael Pütsch
fünf Läufer in der Natur

Laufen als Freizeit- oder Gesundheitssport hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Massenphänomen entwickelt, dem Industrie und Medien durch neue Produkte und Werbeträger Rechnung getragen haben. Aus den USA kommend breitete sich das Joggen als sportliche Freizeitbeschäftigung in Europa aus und führte zu den heutigen Massenveranstaltungen, an denen regelmäßig Tausende Läufer, von denen die wenigsten in Vereinen organisiert sind, teilnehmen. Wesentliche Gründe für die Verbreitung des Joggens sind die einfache Sportausübung, der relativ geringe Materialeinsatz, die nahezu völlige Ungebundenheit an bestimmte Zeiten, Anlagen oder Gebiete sowie die Tatsache, dass nahezu in jedem Alter und auch mit geringen konditionellen Fähigkeiten gelaufen werden kann.

Trotz der in Fitnessstudios zu findenden Laufbänder sind die meisten Jogger eher an der Sportausübung im Freien interessiert. Auch aus gesundheitlichen Aspekten wird ein Waldweg geteertem Untergrund vorgezogen. Die Strecke, die ein Läufer beim Joggen zurücklegt, ist individuell bestimmt.

Viele Jogger nehmen mit zunehmendem Trainingsstand aber auch an organisierten Volksläufen teil, die i.d.R. über 5 km, 10 km (die am häufigsten gelaufene Strecke), und die Halbmarathon-Distanz bis zur 42,195 km langen Marathon-Strecke und bei "Ultraläufen" sogar noch mehr betragen (bis 100 km). Marathonstrecken werden in wesentlich größeren Zeitabständen gelaufen als kürzere Läufe, Trainingseinheiten können hingegen täglich durchgeführt werden.

Auswirkungen auf die Natur

© Thorsten Wiehle
Eine Bank im Wald lädt zum Verweilen ein

Die Auswirkungen des Laufens auf den Naturraum sind sehr gering. Beunruhigung bzw. Störungen von Tierarten durch Jogger werden am ehesten durch falsches oder verbotenes Verhalten verursacht, wie z.B. das Beunruhigen scheuer Tiere durch das Mitführen von Hunden ohne Le