Bundesamt für Naturschutz

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Fahrradfahren


© Thorsten Wiehle
fahrender Radfahrer

Quelle: Natursportinfo, Text: Katrin Staben & Swiss Cycling

Heute wird Fahrradfahren von einer breiten Masse von Menschen ausgeübt, da dieser Sport von vielen schon im Kindesalter erlernt wird und nur wenige Voraussetzungen mit sich bringt. Der Reiz der Fortbewegung mit dem Velo liegt darin, die Natur mit Hilfe der eigenen Muskelkraft, aber ohne allzu große Anstrengung und sehr unmittelbar zu "erfahren".
Fürs Fahrradfahren wird grundsätzlich nur die Fähigkeit benötigt, sich auf zwei Rädern mittels Pedaltritten fortzubewegen. Zwingende Materialvorgaben in Bezug auf die Kleidung gibt es nicht, auch wenn die Diskussion um eine Helmpflicht für Radfahrer immer wieder aufkommt.

Das Fahrradfahren kann, zum Beispiel in Form von Radtouren, von vielen Personen mit einem weiten Alterspektrum ausgeübt werden. Um eine günstige Wirkung auf die persönliche Fitness zu spüren und das Radfahren als angenehm zu erleben, sollten allerdings einige Punkte beachtet werden: So sind viele Fahrer mit einem nicht an ihre Anatomie angepassten Rad und falscher Trettechnik unterwegs: Wer zum Beispiel ständig zu schwere Gänge tritt, tut seinen Gelenken keinen Gefallen, und die Fortbewegung wird unnötig anstrengender. Da es sich beim Fahrradfahren um eine wegorientierte Sportart handelt, sollte vor Fahrtbeginn eine dem Rad und Fahrer angepasste Strecke ausgesucht werden. Mit Hilfe spezieller Radkarten, die auf Steigungen und stark befahrenen Abschnitten Aufmerksam machen, können Routen durch landschaftlich reizvolle Gebiete geplant werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass keine geschützten Gebiete durchquert werden, da diese nicht durchfahren werden dürfen.

Ansprüche an den Naturraum

© Arno Behlau
asphaltierter Radweg

Radwege sollten so eben wie möglich sein und keine Hindernisse aufweisen. Ein zusammenhängendes Wegnetz durch verkehrsberuhigte Gebiete und abwechslungsreiche Landschaften wird generell als angenehm empfunden, gerade bei Radtouren in größeren Gruppen oder mit der Familie. Wenn besagte Route zudem an attraktiven Aussichtspunkten, Rastplätzen, Gaststätten oder sonstigen Besonderheiten der Region vorbei führt, steigt der touristische Wert einer solchen Route nochmals.

Auswirkungen auf die Natur

© Arno Behlau
Radfahrgruppe im Wald

Da es beim Fahrradfahren normalerweise zu keiner Nutzung des Naturraumes außerhalb bestehender, befestigter Wege kommt, sind die Einwirkungen auf den Naturraum im Allgemeinen entsprechend gering. Allerdings existieren vereinzelte Beispiele für die Störung von Wildtieren durch Radfahrer und Wanderer. Daher sollten sich Radfahrer bei der Planung längerer Strecken immer über die Lage von geschützten Gebieten informieren und diese auch respektieren - selbst wenn dies zu einem Umweg zwingen sollte.
Ganz verzichten sollte man darauf, bestehende Straßen und Wege zu verlassen oder gesperrte Naturschutzgebiete zu durchqueren.