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Biologische Vielfalt


Biodiversität

© Stephan Wortmann
tropische Pflanzenvielfalt

Bio- ...was? Biodiversität hat das Zeug dazu, mehr als eine Modevokabel zu sein. Sie bedeutet "Vielfalt des Lebens" und beschreibt die Vielfalt der Millionen von Tier- und Pflanzenarten auf der Erde, die genetische Vielfalt innerhalb einer Art bis hin zur Vielfalt der Lebensräume. Sie ist unabdingbare Voraussetzung für funktionierende Ökosysteme. Verschiedene Einflüsse durch den Menschen und der einsetzende Klimawandel bedroht die Stabilität der globalen Ökosysteme und deren Biodiversität.

Biologische Vielfalt ist Leben

© Jerzick auf www.pixelio.de
bunt blühende Sommerwiese

Der Begriff Biodiversität wird von immer mehr Menschen verstanden. Mitte der 1980er-Jahre in Wissenschaftskreisen geprägt, hat der Begriff seinen Weg durch Medien und Werbung in die breite Öffentlichkeit gefunden. Er wird oft mit dem Begriff „Artenvielfalt“ gleichgesetzt. Biodiversität ist aber mehr als Artenvielfalt. Unter Biodiversität versteht man die Vielfalt der Arten auf der Erde, die Vielfalt innerhalb der Arten (genetische Vielfalt) sowie die Vielfalt von Ökosystemen.
Anschaulicher bedeutet das: Biodiversität ist die Vielfalt des Lebens in all seinen Formen. Biodiversität sind die Ökosysteme und Lebensräume, alle Arten von Lebewesen und ihre genetische Verschiedenartigkeit.

Biologische Vielfalt gilt als eine der Grundvoraussetzungen für die Stabilität von Ökosystemen. Ein Rückgang von Arten oder gar deren Ausrottung durch Umweltverschmutzung, Flächenversiegelung oder intensive Landnutzung bedeutet eine unwiederbringliche Verarmung der Fauna und Flora. Eine hohe genetische Vielfalt ist aber Voraussetzung für die Anpassung von Arten an sich ändernde Umweltbedingungen (z.B. durch Klimawandel) und damit letztendlich für Evolution. 

Aussterben und Neuentstehung von Arten hielten sich in der Erdgeschichte sehr lang die Waage. Heute allerdings bewegt sich eine Waagschale stark in Richtung Artensterben.  Man schätzt, dass der natürlich bedingte Aussterbeprozess durch menschliche Einflüsse um das 100- bis 1.000-fache beschleunigt worden ist. 


© joakant auf www.pixelio.de
Vielfalt am Korallenriff

Experten gehen davon aus, dass der größte Teil der Arten noch gar nicht entdeckt ist und vermuten, dass insgesamt etwa 14 Millionen Arten existieren. Die großen Unbekannten in puncto Artenvielfalt sind die Weltmeere, der Regenwald sowie das Reich der Mikroben. Weltweit beschrieben sind ca. 1,74 Millionen Arten. Die Hälfte davon sind Insekten. Bei den Säugetieren sind bislang nur etwa 5.500 Arten bekannt. Wir sind also weit davon entfernt, die Artenvielfalt auf unserem Planeten erfasst zu haben und ihre Wechselwirkungen untereinander sowie den möglichen Nutzen, den sie den Menschen bringen können, zu kennen. Sicher ist aber, dass die Vielfalt ein Überlebensprinzip der Natur darstellt, die es den Arten ermöglicht, sich an wandelnde Umweltbedingungen anzupassen. Artenvielfalt ist im Übrigen nicht gleich verteilt. In bestimmten Gegenden, den so genannten Hot spots, - dazu zählen der tropische Regenwald oder Korallenriffe - ist sie besonders konzentriert, während sie in unseren Breiten eher begrenzt ist.

Der Reichtum der biologischen Vielfalt und die von ihr  erbrachten Leistungen (so genannte Ökosystemdienstleistungen) gewährleisten also, dass Leben dauerhaft auf unserem Planeten möglich ist. 

Weitere Informationen finden sich unter  www.biologischevielfalt.de.

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